Blue Devils Cheerleader: Fünf Mal Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft
Die Teams der Blue Devils Cheerleader vom HSV Hockenheim traten am vergangenen Wochenende gleich an zwei Tagen an der baden-württembergischen Landesmeisterschaft an den Start. Die Hockenheimer Fans nutzten den Heimvorteil – die Meisterschaft fand im Heidelberger SNP Dome statt – und lieferten beste Voraussetzungen für das Saison-Highlight, auf das die über 60 HSV Cheerleader etwa ein dreiviertel Jahr hintrainieren.
Mit so vielen Aktiven und zusätzlich auf zwei Tage verteilt ist die Teilnahme des HSV eine organisatorische Herausforderung, die Abteilungsleiterin und Headcoach Silvana Haasis gelungen ist: Dank ihrer sorgfältigen Planung sorgten die mitgereisten Betreuerinnen für einen reibungslosen Ablauf beim Schminken, Aufwärmen, Umziehen, Durchführen der Stellprobe und Vorbereiten auf die großen Auftritte. Die insgesamt elf Coaches der HSV-Teams wurden dadurch entlastet und konnten sich auf die sportliche Vorbereitung ihrer Cheerleader konzentrieren. Das vereinseigene Maskottchen Devilino begleitete die HSVler:innen nicht nur beim Teameinlauf zur Eröffnung der Meisterschaft, sondern heizte der Arena auch bei jedem der Auftritte ein.
Foto: Devilino
Die Kleinsten der Devils-Familie durften die Meisterschaft am Samstag eröffnen: Als allererstes Team zeigten die 6- bis 12-jährigen Little Devils (Kategorie Peewee Cheer Limited) neben Tanz, Sprüngen und turnerischen Elementen nicht nur Stunts, sondern auch schon Pyramiden. Mit einem starken, fehlerfreien Auftritt, beeindruckender Schwierigkeit und viel Herzblut konnten sie nicht nur die mitgereisten Fans begeistern, sondern auch die Jury überzeugen: Sie belegten den 2. Platz mit 149 Punkten. Nicht nur die jungen Sportlerinnen strahlten vor Stolz über den Vize-Landesmeister-Titel, sondern vor allem auch ihre Trainerinnen Samantha Schulz, Kim Seibert und Nele Erb.
Die 12- bis 16-jährigen Junior Devils (Kategorie Junior Cheer All Female) präsentierten ebenfalls ein anspruchsvolles Programm und zogen das Publikum mit ihrem Cheer, einem gemeinsamen Ruf bestehend aus mindestens 12 Wörtern mit passenden choreografischen Gestaltungen, in ihren Bann. Kleine Wackler bei den Stunts blieben der Jury jedoch nicht verborgen. So landeten die Jugendlichen auf dem 7. Platz und sind motiviert, gemeinsam mit ihren Trainerinnen Lena Kirrmaier, Julia Vöhringer und Karina Wiesner die gewonnene Erfahrung zu nutzen, auf dem jetzigen Stand aufzubauen und an Sicherheit zu gewinnen.
Den ersten Meisterschaftstag beendeten die Blue Devils Groupie Team (Kategorie Master Mixed Cheer). Das ursprünglich von Eltern der aktiven Cheerleader gegründete Team erfreut sich mittlerweile auch an externen Mitglieder:innen, die ihre Leidenschaft für den Sport entdeckt haben. Die Frauen und Männer zwischen 30 und 60 Jahren steigerten den Anspruch ihrer Routine im Vergleich zum Vorjahr erneut und beeindruckten nicht nur die Jury, sondern den gesamten heidelberger SNP-Dome. Für den 1. Platz hat es in diesem Jahr zwar leider nicht gereicht, doch blickt das gestärkte Team mit Stolz auf eine Steigerung um knapp 30 Punkte seit der letzten Meisterschaft. Dies ist nicht nur der Verdienst der Athlet:innen selbst, sondern vor allem auch den engagierten Trainerinnen Sarah Haberbosch, Stella Seyfang und Sarah Träutlein zu verdanken.
Am zweiten Meisterschaftstag stellten sich die Seniors der Blue Devils einer neuen Herausforderung: statt wie in den vergangenen Jahren in der Kategorie All Girl Cheer zu starten, traten die 15- bis 29-Jährigen in drei verschiedenen Groupstunts All Female auf – den Blue Devils, Silver Devils und White Devils. In dieser Kategorie gingen die hockenheimer Cheerleader zuletzt 2014 an den Start.
In der Groupstunt-Kategorie stehen kleine Teams aus vier bis fünf Athletinnen auf der Matte, die innerhalb einer 1 Minute und 10 Sekunden langen Routine ihr Können präsentieren. Die Sportlerinnen zeigen ausschließlich Stunts, besondere Transitions (Übergänge zwischen den Stunts) sowie teilweise Pyramidenansätze, bei denen jede Bewegung sitzen muss und schon kleine Unstimmigkeiten das Team aus dem Konzept bringen kann, da man keinen Gruppenwechsel hat. Anders als bei den Team-Routines liegt der Fokus hier also besonders auf technischer Präzision, Stabilität und perfekter Abstimmung innerhalb der Gruppe.
Den Auftakt machten die Silver Devils, die mit einer nahezu fehlerfreien Routine überzeugten. Saubere Stunts, sichere Übergänge und eine starke Ausstrahlung brachten ihnen 84 Punkte von maximal 180 Punkten und damit den 7. Platz ein.
Auch die White Devils zeigten eine starke Leistung: Mit präziser Technik und einer sicheren Ausführung präsentierten sie dem Publikum eine anspruchsvolle Routine. Die Jury honorierte diesen Auftritt mit 104,5 Punkten, womit dieses Team den 3. Platz erreichte.
Die Blue Devils komplettierten das Trio der Seniors. Trotz zweier Drops – also Momenten, in denen ein Stunt nicht vollständig gehalten werden konnte – überzeugten sie mit einer insgesamt starken und abwechslungsreichen Routine. Damit konnte sich das Team 89,5 Punkte und den 6. Platz sichern.
Trotz des getrennten Starts präsentierten sich die drei Groupstunt-Gruppen als ein Team: Sie erlebten den Tag gemeinsam, fühlten sich verbunden und freuten sich füreinander. Die Meisterschafts-Teilnahme war ein großer Erfolg für die Athletinnen sowie ihre Trainerinnen Silvana Haasis und Daria König, der den intensiven Trainingsaufwand der vergangenen Monate belohnt.
Insgesamt blicken die Hockenheimer Cheerleader auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. Den letztjährigen Vorsatz, auf dem bisherigen Können aufzubauen, haben die HSV-Sportler:innen erfolgreich umgesetzt: Es qualifizierten sich fünf der sechs Teams der Blue Devils Cheerleader zur Deutschen Meisterschaft, die am 30. Mai in Frankfurt stattfindet. Ob sie alle daran teilnehmen können, wird sich zeigen – der Termin fällt mitten in die Pfingstferien und damit in die Urlaubszeit.
Text: sb,cs Fotos: hsv (Carmen Schuld, Sophia Birk)
Foto: Little Devils
Foto: Junior Devils
Foto: Blue Devils
Foto: Silver Devils
Foto: Blue Devils Groupies







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